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Januar 27, 2021

Alles am A… – Warum der Gesäßmuskel wichtig für Deine Leistungsfähigkeit ist

Der große Gesäßmuskel (Gluteus maximus) ist der volumenmäßig größte Muskel und der zweitstärkste Muskel Deines Körpers. Er spielt eine enorm wichtige Rolle bei Bewegungen und damit auch für Deine Leistungsfähigkeit. Doch leider sitzt Du mit hoher Wahrscheinlichkeit die meiste Zeit des Tages auf diesem Muskel und vernachlässigst ihn. Das hat Folgen, denen Du durch einfache Maßnahmen entgegenwirken kannst.

Die Funktion des Gesäßmuskels

Die Hauptfunktion des Gesäßmuskels ist die Hüftstreckung, z.B. bei der Kniebeuge oder beim Laufen. Zudem hält er den Oberschenkel in Position und verhindert, dass der Oberkörper nach vorn abkippt. Eine weitere wichtige Funktion ist die Ausrichtung des Beckens.

Durch seine Eigenschaften und seine Größe ist uns erst der aufrechte Gang möglich. Daher ist er auch deutlich stärker ausgeprägt als bei den Affen.

Wenn man das neue Körperbild beobachtet, das durch die Zivilisation entsteht, weichen wir aber langsam immer mehr von diesem aufrechten Gang ab und nehmen nach und nach eine immer mehr nach vorne geneigte Haltung ein. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch sehr ungesund.

Die gluteale Amnesie

Durch Deinen überwiegend sitzenden Alltag wird der Gesäßmuskel zu wenig in seiner eigentlichen Funktion genutzt. Der Deutsche sitzt im Schnitt 7.5 Stunden am Tag. Seit die Menschen vermehrt im Homeoffice arbeiten, ist dies Zahl bestimmt nochmal deutlich angestiegen.

Dieser inaktive Lebensstil bleibt nicht ohne Folgen. So kommt es neben der Abschwächung Deiner Gesäßmuskulatur auch zu einer sogenannten glutealen Amnesie, d.h. Du bist nicht mehr in der Lage die Muskulatur zu aktivieren.

Die Folge ist eine Kompensation durch andere Muskeln. Du benutzt dann oft die rückwärtige Beinmuskulatur, die dadurch überlastet wird. Da der Gesäßmuskel auch für die Kniestabilisierung mitverantwortlich ist, kommt es auch hier oft zu Überlastungen.

Weitere Folgen der Inaktivierung sind Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich, der Kniescheibe, des sogenannten Iliosakralgelenks (Ischiasbeschwerden) und im Bereich der Leisten.

Wie bereits erwähnt, stabilisiert der Gesäßmuskel auch Dein Becken. Bei einer Abschwächung kommt es zu einer Abkippung des Beckens nach hinten, was letztendlich in einem Hohlkreuz resultiert.

Rückenprobleme sind inzwischen leider eine Volkskrankheit geworden. Viele meiner Kunden klagen beim Informationsgespräch über Rückenschmerzen.  Oft stellt sich dann heraus, dass der / die Betroffene eine fehlende Aktivierung der Gesäßmuskulatur aufweist . Interessanterweise bestätigt sich der Verdacht sehr häufig.

Meist weiß der Kunde nicht die Gesäßmuskulatur zum richtigen Zeitpunkt zu aktivieren oder wie man sie überhaupt anspannt. So kann schon das normale Wandern zu Rückenschmerzen führen. Es kommt zur Einschränkung der Lebensqualität.

Auch sollte der Hobby-Läufer*in sich unbedingt mit dieser Thematik auseinander setzen. Denn nicht selten resultieren Knie-und Rückenprobleme durch das Laufen auf einer zur schwachen Gesäßmuskulatur bzw. einer fehlenden Aktivierung. Dadurch wird die Hüfte beim Laufen nicht richtig gestreckt. So sieht es bei manchem Läufer*in aus, als würde er /sie beim Joggen immer noch auf dem Bürostuhl sitzen.

Wie kann ich meine Gesäßmuskulatur aktivieren?

In dem folgenden Video zeigen ich Dir einfache Beispiele, wie Du die Gesäßmuskulatur aktivieren kannst.

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Der Gesäßmuskel ist also ein extrem wichtiger Muskel für gute Bewegungen und Gesundheit. Leider sitzt Du aber höchstwahrscheinlich zu viel auf ihm. Das hat gesundheitliche Folgen. Mit der entsprechenden Erfahrung kann man durch Testung und die Auswahl geeigneter Aktivierungs- und Kräftigungsübungen der Problematik entgegenwirken.

Stehe also von Deinem Stuhl auf und fange noch heute an.

Dein Dr. Dirk Hardt

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